Relaisfunkstelle DB0UC “Benjamin”

Das 2m Relais Coburg DB0UC wird von den Coburger Funkamateuren liebevoll “Benjamin” genannt. Inzwischen in der dritten Generation angekommen (Vorgänger Benjamin I und Benjamin II) war das 1991 fertiggestellte Relais viele Jahre lang vom Standort Eckardtsturm aus qrv. Im Jahr 2014 erfolgte dann der Umzug zum aktuellen QTH auf dem Coburger Flugplatz Brandensteinsebene.

Sendefrequenz145,700 MHz (RV56)
Empfangsfrequenz145,100 MHz (V08)
Ablage-600 kHz
Echolink Node-ID96450
AntenneProcom CXL 2-3C/s Monoband 2m (3 dBd)
(Gemeinsame Antenne für Senden und Empfangen)
Höhe über Grund: ca. 15m
DuplexerIK Telecom DPRE5-6V
Einzugsbereichje nach Topographie ca. 30 km, teilweise bis 90 km
LocatorJO50LG93LO

Auf DB0UC finden mit der täglichen Oberfranken-Abendrunde und der sonntäglichen ABK-Runde regelmäßige Gesprächsrunden statt.

Die Benjamin-Familie

Seit 1970 betreibt der OV-Coburg eine 2m-Relaisfunkstelle. Die Technik entwickelt sich ständig weiter, weshalb hin und wieder neue “Benjamins” gebaut werden. Die aktuelle Generation heißt “Benjamin III” und ist seit dem 30.03.1991 in Betrieb. Die neue Relaisfunkstelle “Benjamin V” ist im Bau.

NameStatusInbetriebnahme
Benjamin INostalgieum 1970
Benjamin IIzerlegt19.05.1974
Benjamin IIIaktiv30.03.1991
Benjamin IVProjekt eingestellt
Benjamin VIm Bau

2m-Abdeckung

Informationen zu Benjamin III

Nachfolgend einige Informationen zur aktuellen Relaisfunkstelle Benjamin III:

Technische Daten

Inbetriebnahme30.03.1991
TX-Leistungca. 4 Watt
Nebenaussendung1. Oberwelle -95 dB
Alle anderen Ober- und Nebenwellen um mindestens 110 dB gedämpft
RX-Empfindlichkeit150 nV (öffnen der Rauschsperre)
Spiegelfrequenz-Dämpfungbesser als 90 dB
ZF-Bandbreite14 kHz/-3 dB 28 kHz/-80 dB (ehem. für 25 kHz-Kanalraster)
12 kHz/-3 dB 18 kHz/60 dB 23 kHz/80 dB (seit Nov. 1995 für 12,5 kHz Kanalraster)

Das Rapportsystem

Amateurfunk ist (und bleibt hoffentlich) ein Funkdienst mit experimentellem Charakter. Eine verlässliche Angabe der Empfangsfeldstärke ist daher oft nützlich. Angaben der Gegenstation können bei QSO’s über Relaisstellen nur nach Gehör erfolgen. Diese Angaben sind subjektiv und weichen oft von der Realität ab. Außerdem ist ein Signal über S6 praktisch rauschfrei und eine Feldstärkeänderung akustisch nicht mehr feststellbar.

Daher wird bei Benjamin III der Rogerbeep zur Ausgabe des Rapports verwendet. Die Feldstärke wird im BCD-Code kodiert: Der Rogerpiep besteht aus 4 Tönen, welche lang oder kurz sein können. Die kurzen Töne entsprechen „0“ bzw. „low“ und werden nicht gewertet. Lange Töne entsprechen „1“ bzw. „high“ und entsprechen dem unten angegebenen Wert. Die Geschwindigkeit ist vergleichbar mit Tempo 90cpm bei Telegraphie. Das ist ein guter Kompromiss zwischen lästig langem Gepiepse und schlechter Lesbarkeit bei noch höherem Tempo.

Die Reihenfolge der Töne und ihre Bedeutung

  1. Ton = Wertigkeit 8
  2. Ton = Wertigkeit 4
  3. Ton = Wertigkeit 2
  4. Ton = Wertigkeit 1

Es werden nur Zahlenwerte der langen Töne addiert.

Beispiel

1.Ton lang = 8
2.Ton kurz = –
3.Ton kurz = –
4.Ton lang = 1

Summe = 9

gehörte ZeichenfolgeDezimalwertS-Wert
...-1S1
..-.2S2
..--3S3
.-..4S4
.-.-5S5
.--.6S6
.---7S7
-...8S8
-..-9S9
-.--11S9+10
--..12S9+20
--.-13S9+30
---.14S9+40
----15S9+50
Kodierung des Signalrapports im Rogerbeep